Schlag auf Schlag: "Landtag Intern" macht den Aufschlag, die Abgeordneten retournieren. Diesmal geht es um den Sport. Landtag intern, 41. Jahrgang, Ausgabe 3 vom 10.03.2010, S. 10-11
In der aktuellen Landtagszeitung "Lantag Intern" geht es um den Sport.
Unter dem "Sportland NRW" verstehe ich …
Holger Müller (CDU) … die Nr. 1 im Sport in Deutschland!
Hans Theo Peschkes (SPD) … ein Land, wie es sein sollte: in der Breite gut aufgestellt und in der Spitze immer mit dabei. Leider wird von der schwarz-gelben Landesregierung in jedem Jahr die Finanzierung des Breitensports in den Vereinen in Frage gestellt. Das werden wir nach den Wahlen im Mai ändern!
Christof Rasche (FDP) … den herausragenden Standort des Breiten- und Leistungssports in Deutschland, in dem über 5 Millionen Mitglieder in über 20.000 Vereinen mit der Vielfalt ihrer Angebote und dem tausendfachen ehrenamtlichen Engagement ein unverzichtbares Rückgrat der Gesellschaft bilden.
Ewald Groth (Grüne) … dass sich die Politik auf kommunaler und auf Landesebene gemeinsam mit den Sportverbänden, den Sportbünden und dem Landessportbund um die Interessen des organisierten und des unorganisierten Sports aufmerksam kümmern. Dazu gehört Verlässlichkeit in der Förderung und der konzeptionellen Fortentwicklung.
Sport macht nicht nur Spaß, sondern erfüllt auch wichtige Funktionen. Für besonders wichtig halte ich …
Holger Müller (CDU) … Gesundheit, Gemeinschaft und Integration.
Hans Theo Peschkes (SPD) … die Überwindung von Grenzen. Die Grenzen sozialer und ethnischer Herkunft, Grenzen zwischen Jung und Alt, zwischen arm und reich. Der Sport tut viel dafür, dass unser Land zusammenhält. Sport schafft Symbole und Vorbilder, fördert Fairness. Und Sportler vertreten auch unser Land.
Christof Rasche (FDP) … dass der Sport für alle Menschen einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Gesundheit leisten kann. Und wie kaum ein anderer Bereich kann der Sport die unterschiedlichsten Menschen miteinander verbinden, unabhängig von der Herkunft oder sonstigen persönlichen Einstellungen.
Ewald Groth (Grüne) … die gesunderhaltende Wirkung für die Sporttreibenden und die integrative Wirkung für die Gesellschaft allgemein. Dabei geht es nicht nur um Integration von Menschen mit Behinderungen, sondern auch um junge und alte Menschen sowie Menschen aus allen sozialen Schichten und unterschiedlichster ethnischer Herkunft.
Die vielen Sportvereine in Nordrhein-Westfalen haben die Aufgabe …
Holger Müller (CDU)… durch ihre vielfachen Angebote die Menschen in unserem Lande zur eigenen Bewegung zu veranlassen!
Hans Theo Peschkes (SPD) … für ihre Mitglieder und die Sportarten einzutreten. Die Politik muss sie dabei unterstützen, für ordentliche Rahmenbedingungen sorgen und die Vereine für Ideen begeistern. Denn Sportvereine prägen das Zusammenleben in der Gemeinschaft vor Ort.
Christof Rasche (FDP) … die Menschen jedes Alters und jeder Herkunft zusammenzubringen und für den Sport zu begeistern. Dabei können sie gerade auch jungen Menschen Teamfähigkeit, Leistungswillen, Gemeinschaftsgefühl, Engagement und natürlich auch den Spaß am Sport vermitteln.
Ewald Groth (Grüne) … das Sporttreiben der fast 5 Millionen Vereinsmitglieder vielfältig, attraktiv und spannend zu organisieren. Da es sich um eine Selbstorganisation von Ehrenamtlichen handelt, verdienen und brauchen die Vereine jede Unterstützung.
Ohne das ehrenamtliche Engagement wäre der Breitensport in Nordrhein-Westfalen …
Holger Müller (CDU) … am Ende!
Hans Theo Peschkes (SPD) … seinem Standbein beraubt. Ehrenamtliche sind notwendiger Teil einer sozialen Gesellschaft. Vor Ort und in den Gremien setzen sich diese Menschen mit ihrem Engagement für ein soziales Miteinander ein. Leider erfahren die Ehrenamtlichen nicht immer die Anerkennung, die sie verdienen.
Christof Rasche (FDP) … nicht zukunftsfähig. Mein Engagement u. a. als Vorsitzender des Stadtsportverbands Erwitte zeigt mir immer wieder, wie wichtig und unverzichtbar der ehrenamtliche Einsatz der Menschen für den Sport vor Ort ist. Gerade Jugendlichen müssen wir ehrenamtliche Arbeit als Selbstverständnis vermitteln.
Ewald Groth (Grüne) … nicht denkbar!
NRW tut gut daran, gezielt den Leistungssport zu fördern, weil …
Holger Müller (CDU) … hervorragende Sportler durch ihre Erfolge vor allem jungen Menschen als Vorbilder dienen.
Hans Theo Peschkes (SPD) … der Leistungssport ein Aushängeschild für die Sportarten und das ganze Land ist. Die tollen Leistungen unserer Sportlerinnen und Sportler motivieren natürlich auch Jung und Alt, selbst aktiv zu sein. Der Leistungssport hat eine große Ausstrahlung auf den Breitensport.
Christof Rasche (FDP) … der Leistungssport Vorbildcharakter hat. Der Leistungssport bringt die Fans auf Großveranstaltungen zusammen und dient für die Veranstaltungsorte als Werbeund Wirtschaftsfaktor. Daher engagiere ich mich auch aus Überzeugung für die Förderung des Leistungssports in der Sportstiftung NRW.
Ewald Groth (Grüne) … gerade junge SportlerInnen, die sich noch in der schulischen und beruflichen Ausbildung befinden, unter der Mehrfachbelastung leiden. Leistungssportförderung muss sicherstellen, dass es in den Wettkämpfen fair und dopingfrei zugeht.
Beim Schulsport wird in Zukunft darauf zu achten sein, …
Holger Müller (CDU) … motorische Tests in den Klassen 2 und 4 der Grundschule möglichst flächendeckend einzuführen.
Hans Theo Peschkes (SPD) … dass er mindestens in dem Umfang stattfindet, wie er vorgesehen ist. Die Wichtigkeit des Sports für die Lernbereitschaft und Leistungsfähigkeit der Kinder ist längst wissenschaftlich nachgewiesen. Deswegen brauchen wir mehr Schulsport anstatt des ständigen Unterrichtsausfalls.
Christof Rasche (FDP) … dass die zusätzlich geschaffenen 8.124 Lehrerstellen auch dem Schulsport zugute kommen. Für Kinder ist es wichtig, dass sie in jungen Jahren ein positives Verhältnis zur Bewegung und zum Sport entwickeln. Und ich möchte, dass die Schulen und die Sportvereine intensiv miteinander kooperieren.
Ewald Groth (Grüne) … dass neben modernen Schulsportstätten auch tatsächlich genügend Sportlehrkräfte bereitgestellt werden, damit nicht nur die vorgeschriebene Stundenzahl auch tatsächlich erreicht wird, sondern auch immer mehr Schulen eine tägliche Sportstunde anbieten können.
Die Situation beim Hochschulsport bewerte ich als …
Holger Müller (CDU) … grundsätzlich gut, aber ausbaufähig!
Hans Theo Peschkes (SPD) … unbefriedigend. Obwohl sowohl die Studierenden als auch die Beschäftigten an den Hochschulen Sport treiben wollen, fehlen an vielen Standorten aber die Möglichkeiten dazu. Hier müssen wir dringend investieren.
Christof Rasche (FDP) … positiv, da die Zufriedenheit der Studierenden mit dem Sportangebot an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen als führend in Deutschland ermittelt wurde. Hierauf müssen wir weiter aufbauen und auch den Sport an den Hochschulen als wichtigen Standortfaktor kontinuierlich stärken und ausbauen.
Ewald Groth (Grüne) … verbesserungsbedürftig. Insbesondere an Fachhochschulstandorten, an denen keine Universitäten angesiedelt sind, muss das Hochschulsportangebot ausgebaut werden. Auf den Ergebnissen der vielfältigen Woche des Hochschulsports dürfen wir uns nicht ausruhen. Auch in diesem Bereich müssen die Sportstätten ausgebaut und saniert werden.
Idee und Umsetzung: Sonja Wand
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