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| 28.01.2010, 12:34 Uhr | |
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| KStA: „Super-Berg“ als Kölns neuer Nachbar Eingemeindung Malte Ewert hat sich seine ganz eigenen Gedanken zum Thema Gebietsreform gemacht. Wie wäre es mit "Super-Berg" statt Köln. Einziger Schönheitsfehler: Gläbbich wäre dann ein Kölner Vorort.
Okay. Noch schreiben wir das Jahr 2010. Bis zum eingangs geschilderten Szenario wird man noch 15 Jahre diskutieren. Genau diese Diskussion hat jetzt begonnen. Und sie ist keine Sommerloch-Geschichte mehr. Die Bemühungen aus Reihen der Stadt Köln, die Nachbarn Bergisch Gladbach, Bensberg, Rösrath und vielleicht auch Leverkusen einzugemeinden, haben eine neue Qualität erreicht. IHK-Präsident Konrad Adenauer - der Enkel des „Alten“ - hat die Devise ausgeben, dass Köln mehr Platz beim Wohnraum braucht. „Katastrophale Auswirkungen“ Was haben wir gelacht, als der Kalker Bezirksbürgermeister - wie war noch sein Name? - neulich in diese Richtung spekulierte. Jetzt ist Schluss mit lustig. „Einen Fehler darf man nie machen: Alles, was aus Köln kommt, darf man nicht unterschätzen“, sagt Landtagsabgeordneter Holger Müller. Der ist zwar für fast jeden Scherz zu haben, aber nicht für diesen. „In Köln gibt es quer durch alle Parteien ernst zu nehmende Gedankenspiele in diese Richtung. Wenn es mal wieder eine Gebietsreform gibt, ist Bergisch Gladbach dabei.“ Die bergischen Landtagsabgeordneten würden sich dem mit aller Macht entgegenstellen, sagt Müller. „Denn das hätte katastrophale Auswirkungen. Wir könnten nicht mehr selbst planen.“ Tatsache ist, dass der Rest des Kreises ohne die Stadt Bergisch Gladbach viel zu klein wäre, um Kreis bleiben zu können. Folgerung: Vereinigung mit Oberberg. Schon jetzt teilt man sich Kreishandwerkerschaft, Tourismus-Abteilung und Müllverwerter. Bald auch ein Kreishaus? In Gummersbach? Landrat Rolf Menzel bleibt gelassen: „Eigentlich ist es doch ein hohes Gut, wenn uns jeder eingemeinden will. Das zeigt nur, wie beliebt wir sind. Aber im Ernst: Wenn es mal wieder eine Gebietsreform gibt, wird sie landesweit erfolgen. Einzelheiten, wie sie jetzt diskutiert werden, stehen noch lange nicht zur Debatte.“ Tatsache ist aber auch, dass man in Bergisch Gladbach gerne ohne den Kreis zurechtkäme - als kreisfreie Stadt. Von der Größe her käme das hin. Doch Holger Müller warnt: „Wenn wir selbst anfangen, an den vorhandenen Strukturen zu rütteln, bröckelt es bald überall.“ Dann kann 2025 schon viel früher sein. |
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